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Conversion Tracking in AdWords Next

Freitag, 24. November 2017

Conversion Tracking

Google stellt seit einigen Monaten die neue – bisher AdWords Next genannte – Benutzeroberfläche für Google AdWords schrittweise allen Usern und Accounts zur Verfügung. Das Feedback innerhalb der Nutzerschaft ist durchaus sehr gemischt, vor allem weil die gewünschte Zeitersparnis und die intuitivere Navigation für erfahrerene AdWords Optimierer schwer zu erkennen ist. Davon unberührt gibt es die neuesten Tools und Funktionen nur noch in der neuen Oberfläche, aber auch bei bestehenden Funktionen wie dem Conversion Tracking gibt es Änderungen in AdWords Next.

AdWords Conversion Tracking

Die klassische Variante des AdWords Conversion Tracking funktioniert über die Nutzung von einem HTML-Code, der in den Quelltext der jeweils zu trackenden Unterseite (i.d.R. Danke-Seiten) in den body-Bereich eingepflegt wird.

Im Laufe der Zeit kamen weitere Conversions wie Anrufe und App-Installs hinzu. Länger schon möglich ist der Import von Analytics Zielen als Conversions in AdWords-Konten.

Umstellung in der AdWords Next Oberfläche

Mit Umstellung auf die neue AdWords Oberfläche ändert Google die Methodik für das klassische Conversion Tracking etwas ab. Hintergrund ist wohl einerseits eine Verschlankung der einzupflegenden Codes sowie die Möglichkeit, Ereignistracking über das AdWords Conversion Tracking abzubilden. Als zusätzlichen Grund führt Google den intelligenten Trackingschutz von Apple an, damit Conversions auf Safari weiterhin korrekt getrackt werden.

Zur Umsetzung stellt Google anstatt eines Codes je Conversion nun verschiedene Codes bereit, grundsätzlich wird das Tracking in zwei Code-Elemente getrennt.

1. Allgemeines Website-Tag

Um Conversion Tracking überhaupt nutzen zu können, soll künftig ein allgemeines Website-Tag global, also in jede Unterseite einer Website eingepflegt werden.
Dieser Code deckt die Funktionalität des Remarketings ab – ist also quasi die neue Form des Remarketing Tags. Das bedeutet daher auch, dass Remarketing mit der Nutzung von Conversion Tracking automatisch mit aktiviert wird.

Das allgemeine Website-Tag ist vergleichbar mit dem UET-Tag von Bing Ads. Hat Google sich hier etwa Bing als Vorbild genommen? 😉

Conversion Tracking einrichten - allgemeines Tag

2. Ereignis-Tag Seitenaufbau

Anders als bei Bing wird nun jedoch kein Ziel definiert, sondern ein zweiter Code verbaut. Soll die Conversion ein Seitenaufbau sein (z.B. Bestell-Bestätigungsseite), fällt die Wahl auf die erste Variante. Das sogenannte Ereignis-Snippet muss im head-Bereich der Seiten eingebaut werden, welche als Ziel gemessen werden sollen.

Conversion Tracking einrichten - Seitenaufruf Tracking

Voraussetzung ist natürlich, dass eine entsprechende (Bestätigungs-)Seite existiert. Ist dies nicht möglich oder erwünscht, kann auf die zweite Möglichkeit zurückgegriffen werden.

3. Ereignis-Tag Klick

Oftmals soll der Klick auf einen Button (z.B. „Jetzt kaufen“ oder „Kontaktformular absenden“) als Conversion gemessen werden. Bislang musste dafür der Google Tag Manager herangezogen werden. Mit dem neuen AdWords Conversion Tracking ist dies nicht mehr notwendig. Das zweite Snippet wird nämlich direkt auf der Schaltfläche verbaut.

Conversion Tracking einrichten - Klick Tracking

Dies wird in einigen Fällen die Einrichtung des Tag Managers ersparen, ersetzen wird es ihn aber nicht.

Fazit

  • Das neue AdWords Conversion Tracking soll Zeit und Aufwand sparen.
  • Remarketing Tag und Conversion Tag werden zusammengeführt.
  • Außerdem wird mit dem klickbasierten Ereignis-Tag eine neue Möglichkeit in AdWords geschaffen, welche mitunter die Einrichtung des Tag Managers sparen kann.
  • Als großer Bonuspunkt ist zu sehen, dass nun Webseiten mit dem entsprechenden Ereignis-Tracking versorgt werden können, auf welchen der Tag Manager nicht einwandfrei funktioniert (z.B. Baukasten-Webseiten von Wix).

Anders betrachtet lassen sich Remarketing und Conversion Tracking nicht mehr trennen, Google sammelt dagegen fleißig Daten. Dem Kunden wird die Entscheidung abgenommen, ob er das Remarketing Tag auf der Seite verbaut oder nicht. Die Konsequenz daraus ist, dass jede Seite die Datenschutzerklärung anpassen muss, selbst wenn aktiv gar kein Remarketing in AdWords verwendet wird.

Zusammengefasst sehen wir die Weiterentwicklung positiv. Das klickbasierte Ereignis Tag bedeutet neue Möglichkeiten und Zeitersparnis. Dem Kunden muss jedoch bewusst sein, dass Google jetzt in jedem Falle Daten zu Remarketing-Zwecken sammelt. Wird diesbezüglich nicht die Datenschutzerklärung angepasst, kann abgemahnt werden.

Kategorie: Blog, Blog Featured

Zertifizierter Adwords-Account Manager mit der Spezialisierung auf das Google Suchnetzwerk, Google Shopping sowie Remarketing. Zusätzlich ist er Bing Ads Accredited Professional und betreut Amazon Werbekampagnen.

Timon Ulbrich

Account Manager

tu@adseed.de
Fon: +49 341 2253721-7

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2 Kommentare »

Kommentar von Gesa am 1. Dezember 2017

Hallo Timon, könnt ihr den neuen Code denn herunterladen? Ich kann den Code weder durch den Button „Snippet herunterladen“ herunterladen, noch kann ich ihn rauskopieren. Viele Grüße, Gesa

Kommentar von Timon Ulbrich am 1. Dezember 2017

Hallo Gesa, sowohl das Kopieren als auch „Snippet herunterladen“ funktioniert bei uns problemlos. Möglicherweise ein Problem mit dem Browser?
Falls es weiterhin besteht, wende dich doch mal an den AdWords Support unter 0800/5894011, da wird dir geholfen. 🙂

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