AdWords for Video – Werbekampagnen in Youtube

Für die Verbesserung und Erleichterung der Werbung in Youtube hat Google in AdWords Konten neue Kampagnen, die Videokampagnen eingeführt. In diesen werden künftig die in Youtube möglichen Werbeformate rund um das Werbemedium Video organisiert.

Seit unserem letzten Beitrag zu den Youtube Werbemöglichkeiten hat sich einiges getan, besonders die neuen Videokampagnen bringen einige Veränderungen in Aufbau und Vokabular mit sich. Aber der Reihe nach…

Videokampagnen

Die Werbung für Videos bzw. die Einbindung von Youtube-Videos als Anzeigen war bisher immer mit regulären AdWords Kampagnen möglich, lediglich die eingebuchten Anzeigenformate unterschieden sich zu den üblichen Display- und Suchnetzwerk-Kampagnen. Mit den AdWords for Video wird diese Organisation geändert, denn für Videowerbung, also Werbeanzeigen für Videos in Youtube und Video-Ads als Werbung vor Videos wird über eigene Kampagnen erstellt, gesteuert und optimiert.

Die Videokampagnen steuert man in der Navigation links im AdWords Account über den Link „Alle Videokampagnen“ an. Initial muss das AdWords Konto einmalig mit einem Youtube Channel verknüpft, sowie eine Videokampagne in der AdWords-Oberfläche erstellt werden.

In einer Videokampagne gibt es dann deutlich weniger Reiter als in den weiteren Online-Kampagnen. Die Möglichkeiten und die Begrifflichkeiten innerhalb der Kampagnen wollen wir kurz aufführen.

Adwords Videokampagne

Anzeigen

Über den Reiter Anzeigen werden die gewünschten Anzeigenformate zur Kampagne hinzugefügt und verwaltet.

Für die Anzeigen stehen nun vier Formate zur Verfügung, wovon lediglich eines davon wirklich neu ist. Allen gemeinsam ist die Bezeichnung True View, d.h. Abrechnung nur für gestartete Videos.


In-Search

Diese Anzeigen entsprechen den Sponsored Videos in der Youtube Suche. Die Youtube Suche ist Teil des Google Suchnetzwerks und wird über Keywords angesteuert.


In-Display

Analog zu den In-Search Ads in der Suche sind dies die ehemaligen Sponsored Videos für den Display Bereich, also die Youtube Watch Pages. Die Anzeigen werden neben Videos geschalten. Optisch sind In-Search und In-Display Anzeigen identisch. Angesteuert werden In-Display Anzeigen über Placements bzw. Kategorien und/oder über Keywords.


In-Stream

Werden Videos als Anzeigen vor anderen Youtube-Videos platziert, dann werden diese Video-Ads als In-Stream bezeichnet. Früher wurden diese Anzeigen als True-View Videos bezeichnet. Die Videos können vom User innerhalb der ersten 5 Sekunden Laufzeit abgebrochen werden. Der Advertiser bezahlt nur für tatsächliche Views, also nicht übersprungende Videos.


In-Slate

Dies ist eine Spezialform der In-Stream Anzeigen, welche vor bzw. innerhalb von längeren Videos (>10 Minuten) eingebucht werden kann. Der User wählt bei In-Slate Anzeigen aus drei verschiedenen Anzeigen eine aus, welche zu Beginn des Videos läuft. Alternativ kann sich der User für kürzere, aber im Video verteilte Werbepausen entscheiden. Da die meisten Videos die Länge von 10 Minuten nicht erreichen, sind In-Slate Anzeigen ein aktuell eher seltenes Format.

Adwords Videokampagne Format

Nach der Wahl des Formats werden den Anzeigen Textelemente und URLs zugefügt. Weitere Wahlmöglichkeiten sind Youtube-Zielseiten (Kanal oder Watch-Page) sowie begleitende Banner.

Videos

Der Reiter dient der Analyse der Video-Anzeigen. Mögliche Segmentierungen sind nach Werbenetzwerk, nach Anzeigenformat oder nach Kampagne getrennt.

Die Analyse des Userverhaltens bietet aktuell nur zwei Möglichkeiten, die Analyse der Views sowie die wiedergegebenen Prozente des Videos. Zweiteres bietet eine qualitative Messung der Views, ähnlich der Verweildauer auf Websites.

Targeting

Im Unterschied zu regulären Such- und Displaykampagnen gibt es in Videokampagnen keine Anzeigengruppen zur Gruppierung der Themen und Videos. Die Ausrichtung der Anzeigen wird bestimmt durch sogenannte Targeting-Gruppen.

Die Einstellung in diesen Gruppen bestimmen, wie Anzeigen in den beiden Netzwerken (Youtube-Suche, Youtube-Display) ausgeliefert werden. Für die Suche müssen hier Keywords eingegeben werden.

Im Display-Bereich, also den Youtube-Watchpages und Videos auf Display-Seiten, können verschiedene Targeting-Optionen gewählt werden. Diese reichen von Kontext-Targeting über Website-Kategorien bis zu Zielgruppen und Interessenkategorien. Ebenfalls wichtig sind hier demografische Einstellungen, also Alter und Geschlecht der gewünschten Video-Viewer. Nach Abschluss der Ausrichtung vergibt man der Targeting-Gruppe ein CPV (Cost-per-View) Gebot.

Einstellungen

Die Kampagneneinstellungen sind vergleichbar mit denen in Text- und Display-Kampagnen, bieten aber weniger Einstellungsmöglichkeiten. Wichtig ist hier das Frequency Capping, also die Begrenzung der Anzeigenimpressionen pro User, zur Generierung von Unique Usern.

Fazit: Vereinfachung durch Auslagerung

Mit der Trennung der Videowerbung bzw. der Videokampagnen von den text- und imagebasierten Werbemitteln wird das Thema Youtube-Werbung für den User sicher erstmal etwas komplizierter. Nach einer Eingewöhnung an das „neue“ System gestalten sich Übersichtlichkeit und Analysemöglichkeiten einfacher als bisher. Dies erleichtert auch die AdWords-Optimierung für Youtube-Kampagnen und damit die Effizienz der Werbung.

 Google Video Ads Informationsseite

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