Google Shopping im Weihnachtsgeschäft

Weihnachten steht vor der Tür und der Großteil der Deutschen beginnt bereits im November mit den Weihnachtseinkäufen. Aus diesem Grund ist es höchste Zeit, den Google Shopping Feed sowie die Google Shopping Kampagnen zu überprüfen und anzupassen, um für die conversionstarke Zeit vorbereitet zu sein.

Planung von Zielen und Aktionen

Marketingziele sollten frühzeitig abgesteckt und eventuelle Weihnachtsaktionen vorbereitet werden. Allgemein empfiehlt es sich, die Anzeigentexte auf die Weihnachtszeit auszurichten sowie das Keyword-Set dahingehend zu erweitern. Zusätzlich werden gern Weihnachts-Rabattaktionen verwendet, welche die Bestellchance weiter erhöhen.

Hierfür bieten sich unter anderem die aus den USA aufkommenden Verkaufstage, wie z.B. Cyber Monday & Black Friday an. Diese Tage führen stetig zu neuen Umsatzrekorden und sollten genutzt werden, um passende Aktionen zu planen und speziell für diese Zeit anzubieten.

Sinnvolle Budgetsplanung

Weiterhin sollten in diesem Zeitraum die Budgetvorgaben etwas gelockert bzw. ganz aufgehoben werden, um für den hohen Traffic genügend Budget bereitzustellen. Denn gerade an Wochenenden ist mit steigender Nachfrage und damit mit erhöhtem Traffic zu rechnen. Sind die Kampagnenbudgets zu knapp bemessen oder sogar begrenzt, entgehen einem schnell potentielle Kunden. Dies gilt für Google Shopping als auch für AdWords Search-Kampagnen (welche parallel gefahren werden können, um die Klickwahrscheinlichkeit zu erhöhen).

Ist das Budget unbegrenzt, dann können KPI´s wie z.B. CPO und KUR zur Analyse und Optimierung der Google Shopping Kampagnen herangezogen werden. Nicht nur das Budget, sondern auch die Gebote sollten erhöht und so granular wie möglich gesetzt werden – Gebote immer dem Produktwert entsprechend ausrichten! Um den stark schwankenden Geboten Herr zu werden, kann der auto-optimierte CPC genutzt werden. Mit diesem können Schwankungen teilweise angefangen werden.

Technische Probleme vermeiden

Der zusätzliche Traffic darf selbstverständlich nicht durch technische Probleme den Kunden negativ beeinflussen. Häufiges Beispiel sind immer wieder überlastete Server sowie lange Ladezeiten der Webseiten. Die aktuellen Gegebenheiten müssen also regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Nichts wäre schlimmer, als sich Besucher einzukaufen, welche sich wegen zu langen Wartezeiten gleich wieder verabschieden. Auch sollte es dem Kunden so einfach wie möglich gemacht werden, beispielsweise mit der Implementierung von Chrome Autofill und einem unkomplizierten Warenkorbabschluss.

Priorisierung und Fokussierung

Nach dem Kauf will niemand lange auf das Produkt warten müssen. Aus diesem Grund sollten alle im Shop vorliegenden Produkte genügend auf Lager sein. Lange Lieferzeiten oder sogar Ausfälle führen nur zu Klickkosten oder zur Nichtbeachtung im Google Shopping Bereich. Gerade die Topseller des Jahres müssen stets verfügbar sein und bieten die Möglichkeit Cross-Selling-Produkte anzubieten. Diese margenstarken Produkte können mittels priorisierter Shopping Kampagnen gepusht werden.

Ein möglicher Aufbau wäre:

  • 1. Priorität niedrig – Alle Produkte
  • 2. Priorität mittel – Best-Seller (Marge)
  • 3. Priorität hoch – Weihnachtsfokus (saisonal)
  • … Kampagnen X für weitere Länder erstellen (z.B. AT, CH)

Besucher wiederholt ansprechen

Nur ein Teil der Besucher entscheiden sich direkt nach dem ersten Kontakt mit Produkt und Angebot zum Kauf. Aus diesem Grund ist es wichtig, potenzielle Käufer an das eigene Angebot zu erinnern. Eine Möglichkeit ist die Verwendung von Google Remarketing Kampagnen. Hierbei bieten sich neben dem Remarketing im Display seit geraumer Zeit die AdWords Remarketing Lists for Search Ads (RLSA) an. Diese generieren in den entsprechenden Kampagnen bis zu 10% mehr Conversions. RLSA in alle Kampagnen einzufügen ist also ein möglicher Optimierungsschritt – nicht nur zum Weihnachts-Shopping.

Mögliche Remarketing-Listen sind:

  • Alle Besucher
  • Kategorie
  • Warenkorb
  • Käufer

Ein dynamisches Remarketing wird ebenfalls gern genutzt und spielt dem Nutzer nur die Produkte aus, welche er auf der Webseite besucht und angeschaut hat.

Mobiles Shopping wächst und wächst …

Dieser Bereich wächst stark und wird es auch in Zukunft weiterhin tun. „Schon heute shoppt jeder Dritte Verbraucher mindestens 1x im Monat via Smartphone.“ gibt eine Studie von YouGov an. Dieser Trend wird sich weiterentwicklen und bietet zusätzliches Wachstum für Onlineshops. Als erstes stellt sich also die Frage, ob die eigene Webseite mobil optimiert ist. Ist dies der Fall, können die mobilen Google Shopping-User direkt auf dem verwendeten Gerät zur Bestellung geführt werden. Wird das Weihnachts-Shopping nicht für mobile Endgeräte ausgerichtet, gehen wichtige Suchanfragen und daraus resultierende Bestellungen verloren, was natürlich vermieden werden muss. Auch hier müssen die Gebote erhöht werden, denn die Konkurrenz wird das Gleiche tun.

Um die Chance auf ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft zu erhöhen, können durch Gratis-Versand oder Merchant Promotions zusätzliche Anreize geschaffen werden. Finden all diese Punkte Berücksichtigung, sind die Grundsteine für eine zufriedenstellende und erfolgreiche Weihnachtssaison mittels Google AdWords gelegt. Diese endet übrigens nicht am 24. Dezember. Wird auch in der Nachweihnachtszeit noch ein Auge auf Budgets, Keywords etc. geworfen (neue Situationen, wie Umtausch, Gutscheine…), kann auch diese zum Erfolg werden.

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