SEA News Woche 34/2019

Der August neigt sich dem Ende zu und Google hatte in der letzten Woche wieder einiges zu bieten. Wir müssen uns von der „beschleunigten Anzeigenauslieferung“ verabschieden, erhalten neue Budgetempfehlungen, im Merchant Center sind Neuigkeiten verfügbar und die Google Ads Übersicht erhält neue Filter. Viel Spaß beim Lesen!

Beschleunigte Anzeigenauslieferung in Google Ads adieu

Jetzt wird es hart für einige von Euch ;). Google kündigte in der letzten Woche das Ende der „beschleunigten Anzeigenauslieferung“ an. Dies betrifft sowohl Search- als auch Shoppingkampagnen. Ab dem 01. Oktober dieses Jahres wird die Funktion nicht mehr zur Verfügung stehen. Solltet Ihr bis dahin die Kampagnen nicht selber umstellen, so übernimmt das Google für Euch. Am Tag X wird es dann nur noch die Standardeinstellung (vormals: über den Tag verteilte Auslieferung) geben.

Generell sollte die Umstellung für die meisten User keine großen Änderungen bedeuten, da auch Google schon seit Ewigkeiten von der „beschleunigten Anzeigenauslieferung“ abrät. Beim Aufbau neuere Kampagnen ist stets die  Default-Einstellung gesetzt, sodass man eigentlich hier gar nicht drüber nachdenken muss.

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Dennoch stolpern bestimmt einige von Euch drüber. Meist wird die beschleunigte Anzeigenauslieferung mit der Intention genutzt Budgets auszugeben oder einen möglichst hohen Impressionshare zu erhalten. Doch das ist leider ein Trugschluss. Denn der komplette Verbrauch des Budgets (bei nicht budgetbeschränkten Kampagnen) hängt nicht per se von der Auslieferungsmethode ab. Ihr solltet lieber Eure Keywordssets überarbeiten. Wer seinen Impressionshare erhöhen will, sollte sich mal noch zusätzlich CPC´s und Qualitätsfaktoren anschauen.

Neue Vorschläge für Kampagnenbudgets in Google Ads

Google liefert Euch neue spannende Empfehlungen zu Euren genutzten Kampagnenbudgets. Etwas versteckt findet Ihr die Funktion unter „Kampagneneinstellungen > Gebote“. Wählt Ihr anschließend eine neue Gebotsstrategie aus, so bietet Euch Google eine Budgetempfehlung. Diese basiert auf den vom Algorithmus errechneten tatsächlichen durchschnittlichen täglichen Ausgaben + 30%.  Aber Achtung, die Funktion wird seltsamerweise nur bei Kampagnen aktiviert, die im Budget nicht eingeschränkt sind. Ebenfalls haben wir das Ganze bislang nur in Searchkampagnen entdeckt. Bei eingeschränkten Kampagnen wird Euch keine Empfehlung geliefert. Diese findet Ihr dann einen Menüpunkt drüber unter „Budget“.

Unser Fazit:

Bei einem offenen Budgetmodell, wie in unserem Fall, ist die Budgetempfehlung „nice to have“ aber nicht zwingend nötig. Bei Kampagnen mit vorgegeben Budgets, die gerade so an der Grenze kratzen, sind sie eine gute Argumentationsschiene um Budgets zu erhöhen. Doch die wahre Stärke liegt in der Möglichkeit Budgets im Konto umzuverteilen. Denn auf Grund der Berechnung des durchschnittlichen Tagesbudgets liefert Euch Google die Chance Kampagnenbudgets zu reduzieren ohne dass Ihr euch einschränkt. Das gewonnene Budget könnt Ihr dann wiederum in anderen Kampagnen nutzen.

Kleiner Disclaimer am Ende. Bislang haben wir die Funktion nicht in allen Konten gesehen. Es scheint also noch ein Test zu sein.

Änderung im Umgang mit eindeutigen Produktkennzeichnungen

Auch im Merchant Center wird mal wieder was geändert. Präziser geht es hier um die sogenannten UPIs (eindeutige Produktkennzeichnungen), also MPN, GTIN und Markenname. Ab 30. September 2019 werden auch Artikel ausgespielt, die keine UPIs vorweisen. Bislang wurden diese stets abgelehnt, waren nicht mindestens zwei Attribute vorhanden. Diese Regel wird zukünftig aufgehoben.

Das heißt jetzt allerdings nicht, dass Ihr die Attribute nicht mehr pflegen müsst. Ähnliche Produkte, die UPIs vorweisen werden zukünftig in der Ausspielung dann priorisiert. Hier honoriert Google Eure Datenfeedpflege.

Solltet Ihr das Attribut identifier_exists [Kennzeichnung_existiert] mit der Kennzeichnung“falsch“ verwenden, müsst Ihr zwingend überprüfen ob wirklich keine UPIs existieren. Gibt es hier nachweislich Produktkennzeichnungen wird Google Eure Produkte ablehnen.

Mehrere Produkte mit der selben GTIN werden ebenfalls nicht anerkannt.

Neue Filterfunktion im Google Ads Interface

Auch das Google Ads Interface erhält eine weitere Funktion. In der letzten Woche fügte Google im Tab Übersicht eine neue Filterfunktion hinzu.

Ab sofort könnt Ihr diese nach folgenden Kriterien filtern:

  • Kampagne
  • Kampagnentyp
  • Anzeigengruppen
  • Geräteyp
  • Kampagnenstatus
  • Anzeigengruppenstatus

Weitere Kurznachrichten

Globales Roll-Out von „Conversion-Wert maximieren“

Google rollt für alle Suchnetzwerk-Kampagnen die Smart Bidding Strategie „Conversion-Wert maximieren“ aus.  Wie der Name bereits verrät, versucht der Algorithmus durch Ausgabe des gesamten Budgets mehr Umsatz herauszuholen. Viel Spaß beim Testen. Gern könnt ihr uns Feedback in den Kommentaren hinterlassen.

YouTube verbannt Anzeigen auf Kindervideos

YouTube finalisiert seine Pläne zukünftig Werbung zu verbannen, die auf Videos laufen, die höchstwahrscheinlich von Kindern geschaut werden. Wir finden das gut. 🙂

Google Smart Shopping Update

In Zukunft wird es Euch möglich sein Smart Shopping Kampagnen ebenfalls auf Item-ID Basis zu modifizieren. Ihr könnt Produkte ausschließen und somit deren Ausspielung verhindern. Aber Achtung: eine zu starke Segmentierung schränkt den Algorithmus ein.

Lesetipps

YouTube Benchmarks für CPC, CPM, and CTR von adstage

Die Kollegen vom Search Engine Journal liefern Gründe für Brand Bidding 

PPC hubbub untersucht Textanzeigen und warum diese abgeschnitten werden 

Wie immer hoffen wir, dass Ihr Spaß beim Lesen hattet. Wir wünschen Euch einen super Wochenstart und viele Conversions!

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