SEA News Woche 03/2020

Die KW3 ist passé. Spätestens jetzt sind wieder alle aus dem Winterschlaf erwacht. Aus diesem Grund dürfen wir heute eine Vielzahl an interessanten News der SEA Branche präsentieren. Besonders bemerkenswert ist eine neue Shopping-Sektion in der Google Suche namens Beliebte Produkte (Popular products). Seid gespannt!

Neue Shopping-Sektion „Beliebte Produkte“ in Google Suchergebnissen

Eine sehr interessante Neuigkeit wurde vergangene Woche bekannt gegeben und bereits als „Retail-Revolution“ bezeichnet.

Unter Beliebte Produkte möchte Google das Shopping Erlebnis auf der eigenen Plattform weiter verbessern. Werden allgemeine Begriffe wie „Damen Jacke rot“ oder „Laufschuhe“ eingegeben, spielt Google in einer neuen Sektion gefragte Produkte dieser Kategorie aus. Die Auswahl wird organisch aus über einer Million Onlineshops getroffen. Das bedeutet, es entstehen auch bei Klicks keine Kosten für die Retailer. Die Ergebnisse können dann nochmal nach Größe, Farbe etc. gefiltert werden. Konkret ist dies momentan für Kleidung, Schuhe und Accessoires möglich.

Popular Products

Quelle: Google Blog

Diese Änderung ist sehr spannend und könnte tatsächlich das Suchverhalten der User nachhaltig beeinflussen, denn hierdurch werden Shopping-Ergebnisse umso präsenter in der Google Suche und laden noch mehr zum Stöbern ein.
Dass auch Bewertungen angezeigt werden, könnte die Absprungrate zu Amazon oder Zalando verringern.

Google hat hier eine weitere Möglichkeit geschaffen, die User zum Shoppen auf der eigenen Plattform zu halten. Den Shopping-Tab wird es natürlich nach wie vor geben. In wie fern sich der Traffic nun in den neuen „Beliebte Produkte“-Bereich verlagert, gilt es zu analysieren.

Leider steht das Update bisher nur den US-Nutzern zur Verfügung und ist bisher auf die mobile Suche begrenzt. Wir warten gespannt auf den Tag, an dem es auch uns zugänglich gemacht wird. 🙂

PS: In der Google Hilfe liefert Google Tipps, wie Retailer das Ausspielen ihrer Produkte pushen können.

Neuer Gebotssimulator für Target ROAS

Bislang war es nur möglich, den Gebotssimulator für Kampagnen mit manuellen Geboten bzw. Ziel-CPA zu verwenden. Nun gibt es auch die Möglichkeit, diesen für Ziel-ROAS Kampagnen zu nutzen.

Der Vorteil hierbei ist, dass Korrelationen zwischen Ziel-ROAS und KPI´s dargestellt werden. Als Datengrundlage dienen laut onlinemarketing.de die letzten sieben Tage. Dies ist ein erstaunlich kurzfristiger Zeitraum, da Google doch immer von Conversion-Lags und langen Lernphasen predigt. 😉 Ausreißer-Tage könnten die Prognosen also erheblich beeinflussen.

Update 28.01.: Wir haben deswegen Rücksprache mit unseren Google Ansprechpartnern gehalten. Dass lediglich die Daten der letzten 7 Tage als Grundlage genommen werden, ist ihnen nicht bekannt. Interne Informationen über einen konkreten Zeitraum lagen nicht vor.

ROAS-Simulator

Quelle: Google-Ads Hilfe

Natürlich muss man stets sagen, dass die Werte mit Vorsicht zu genießen sind. Denn auch Google kann nicht in die Glaskugel schauen und es sind und bleiben lediglich Prognosen und Schätzungen. Die Option steht ab sofort für einzelne Kampagnen und ebenfalls für Portfolio Strategien zur Verfügung.

Auch der Budget-Simulator erhielt ein Update. Hier sollen zukünftig bessere Prognosen bei Kampagnen mit den Einstellungen „Klicks maximieren“ und „Conversions maximieren“ geliefert werden. Wird das Budget angepasst, gibt der Simulator veränderte KPI´s aus.

Achtung: Google mag natürlich immer viel Budget. 😉

Google Ads benutzerdefinierte Dimensionen

Mit benutzerdefinierten Dimensionen verbessert Google Ads das Kampagnenreporting. Die neue Funktion ermöglicht es, Kampagnen zu kategorisieren und Berichtsdaten je Kategorie zusammenzufassen. Der Vorteil gegenüber Labels ist, dass die Dimensionen mehrere Informationsebenen enthalten können. Sowohl Abhängigkeiten und Segmentierungen, als auch sekundäre Dimensionen sind möglich.

Das lässt sich am Besten anhand eines Beispiels erklären:

Ein Onlineshop möchte untersuchen, welche Performance seine Kampagnen pro Produktlinie aufweisen.

Dazu verknüpft er seine Kampagnen mit der jeweiligen Produktlinie und erhält ein kumuliertes Ergebnis:

Benutzerdefinierte Dimensionen Tabelle 1

Dies kann auch nach Kampagne segmentiert werden:

benutzerdefinierte Dimensionen Tabelle 2

Der Shop möchte nun die jeweilige Abteilung zuordnen, was mit einer sekundären Dimension möglich ist.

Hier können nun die Gesamtleistungen, als auch die Performance-Werte der einzelnen Abteilungen abgerufen werden.

Benutzerdefinierte Dimensionen Tabelle 3
Benutzerdefinierte Dimensionen Tabelle 4

Wie das Beispiel verdeutlichen soll, ist mit den Dimensionen eine tiefgreifendere Analyse als mit Labels möglich. In der Google Hilfe und bei Search Engine Land gibt es noch weitere Infos zu diesem Thema. Übrigens ist die Funktion noch im Beta-Status und daher noch nicht für alle zugänglich. Wer freigeschalten ist, findet es unter Tools & Einstellungen.

Microsoft Advertising schafft durchschnittliche Position ab

Erinnert ihr euch auch noch daran, dass Microsoft sich damit gerühmt hat, aufgrund von User-Feedback die durchschnittliche Position nicht abzuschaffen?

Offenbar hat sich der Wind gedreht, denn wie Microsoft bekannt gab, ist es nun auch bei Microsoft Ads vorbei mit der Metrik. Ab April verschwindet die durchschnittliche Position also endgültig. Der Fokus liegt fortan ebenfalls klar auf den Impression Share Metriken (vor allem Top Impression Share und Absolute Top Impression Share).

Unser Kollege Heiko hat im vergangenen Jahr die möglichen Herangehensweisen zu diesem Thema in einem Blogbeitrag vorgestellt.

Neuer Look für Google Suchergebnisse

Aufmerksamen Google-Nutzern ist es bereits aufgefallen: Die organischen Suchergebnisse wurden um ein Favicon (kleines Logo) ergänzt und das Anzeigen-Label ist nun wieder schwarz. In der mobilen Suche ist das Update bereits seit einigen Monaten live, Desktop hat nun nachgezogen.

Möglicherweise ist das Update noch nicht in allen Browsern sichtbar, das wird jedoch zeitnah geschehen.

Weitere Kurznachrichten

Google Chrome will third-party Cookies obsolet machen

Google hat angekündigt eine so genannte „Privacy Sandbox“ einzuführen. Diese sammelt User-Informationen und behält diese ausschließlich auf dem genutzten Gerät. Auf diesem Wege möchte Google in den nächsten zwei Jahren third-party Cookies nutzlos machen. Dieses Thema wird uns in den kommenden Wochen und Monaten noch intensiver beschäftigen.

Paralleles Tracking für Videokampagnen wird Pflicht

Neben Search, Shopping und Display wird das parallele Tracking ab dem 31.3.2020 auch für Videokampagnen Pflicht. Werbetreibende berichten von einer schnelleren mobilen Ladezeit um bis zu fünf Sekunden. Wer Hilfe bei der Umsetzung benötigt, wird wie immer in der Google Hilfe fündig.

Microsoft Ads: Responsive Search Ads sind out of Beta

In der vergangenen Woche berichteten wir von der Abschaffung der Standard-Textanzeigen in Microsoft Ads. Heute dürfen wir verkünden, dass RSAs den Beta-Status überwunden haben und nun weltweit verfügbar sind. 🙂

DuckDuckGo wird Standard Google-Alternative in Android

DuckDuckGo ist weiter auf dem Vormarsch und wird zukünftig auf Android Geräten in der Liste der Google-Alternativen als oberste Suchmaschine angeboten. Dies gilt europaweit und dürfte die Zugriffe auf DuckDuckGo deutlich erhöhen.

Lesetipps

Alphabet erstmals mehr als eine Billion Dollar wert – GoogleWatchBlog

Criteo Aktien leiden unter Googles Ankündigung, third-party Cookies in Chrome abzuschaffen – cnbc.com

Wie Apples neue Privacy Features den Markt für Standort-basierte Anzeigen durcheinanderbringen – digiday.com

Betas, Updates, Tests und Neuheiten – jede Woche kurz zusammengefasst in unseren SEA-News. Schaut auch nächste Woche wieder rein und abonniert unseren Newsletter! 🙂

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