SEA News Woche 05/2021

Willkommen zur neuesten Ausgabe unserer SEA-News: Valentinstag steht vor der Tür! Viele Firmen stellen ihr Marketing darauf ein und doch ist dieses Jahr alles anders.
Da unser Herz für SEA schlägt, versorgen wir Euch auch diese Woche wieder mit spannenden Updates: Die Anpassung der Keyword-Optionen in Google Ads, strengere Überprüfungen bei Google Shopping, Microsoft Advertising´s Februar Updates und Einblicke in Googles neues Tool für automatisch angewendete Empfehlungen.

Google Ads Keywordoptionen – Update

Ein Hammer Meldung zum Start! Google Ads fasst ab dem 18. Februar die Keywordoptionen „Passende Wortgruppe“ und „Weitgehend passende Keywords mit Modifizierer“ (broad match modifier) zu einer anders funktionierenden Wortgruppen – Keywordoption zusammen. Das kündigte Google am Freitag per Newsletter an. Bis Juli 2021 soll die Umstellung abgeschlossen sein.

Googles „Vereinfachung“ ist nicht simpel: Eigentlich handelt es sich um eine Ausweitung der Option „Passende Wortgruppe“. Die Kernfunktion des Modifiers schafft Google ab. Bisher werden bei der Option „Weitgehend passende Keywords mit Modifizierer“ unabhängig von der Reihenfolge der Keywords Anzeigen ausgespielt. Mit dem Roll-Out der neuen Funktion wird die Wortreihenfolge stärker beachtet.

Ein Beispiel aus der Google Ads Hilfe:

+umzug +münchen +berlin zeigt heute eine Anzeige bei Suchen wie „Umzug von München nach Berlin“ und ebenso in die andere Richtung, „Umzug von Berlin nach München„. Das geht bald nicht mehr.

In Zukunft zählt die Wortreihenfolge, wie heute bei der Option „Passende Wortgruppe“, aber mit ausgeweiteten Möglichkeiten:

umzug münchen berlin“ zeigt heute eine Anzeige bei Suchen wie „LKW für Umzug München Berlin„.
In Zukunft kommt auch eine Anzeige, wenn „LKW für Umzug München bis nach Berlin“ gesucht wird oder „beste Route für Umzug von München nach Berlin„.

Keywordoptionen Update Google Ads Passende Wortgruppe Modifier

Google begründet den Schritt damit, dass die Option „Passende Wortgruppe“ und der „Modifizierer“ im Wesentlichen für die gleichen Aufgaben genutzt werden.

Was ist also zu tun? Google empfiehlt:

  • Keywords mit Modifizierer beizubehalten. Die Umstellung erfolgt automatisch, etwa ab Juli kann nur noch die Option „Passende Wortgruppe“ neu angelegt werden.
  • Die Kosten und das Suchvolumen im Blick behalten. Das Suchvolumen für Keywords mit Modifizierer sinkt tendenziell, das für Keywords mit Option „Passende Wortgruppe“ steigt.
  • Wenn der Modifizierer nur für einen Teil des Keywords gilt, gilt er ab dem 18. Februar für das ganze Keyword: +umzug berlin = +umzug +berlin.
  • Google verspricht, dass es keine Effekte auf historische Daten und den Qualitätsfaktor gibt.
  • Erst langfristig wird der Umstieg auf die Option „Passende Wortgruppe“ empfohlen.

Die Zukunft gehört also der Keywordoption „Passende Wortgruppe“, die smarter als bisher arbeiten soll. Die Wortreihenfolge soll wichtig bleiben, aber es werden viel mehr Begriffe zwischen den bisher eher starren Wortgruppen erlaubt sein.

Wir sind gespannt, wie sich die Relevanz des Suchvolumens entwickelt und welche Informationen zum Suchvolumen Google (noch) mit uns teilt.

Google Shopping – strengere Prüfung der Preisgenauigkeit

Um Nutzer vor höheren Preisen an der Online-Kasse zu schützen, plant Google ab dem 06. April eine strengere Prüfung und Durchsetzung der Richtlinien für den Bezahlvorgang. Das bedeutet, dass Google mehr auf Unterschiede zwischen dem Preis in den Produktdaten und dem Preis auf der Zielseite prüft. Und nicht nur das: auch die Preisgenauigkeit an der Kasse soll geprüft werden.

Google möchte damit Kaufabbrüchen entgegenwirken und die Nutzerzufriedenheit erhöhen. Denn wenn der Preis in einer Shopping Anzeige vom Warenkorbpreis abweicht, wird der Kunde selten damit glücklich sein.

Was sind mögliche Folgen? Wenn Google bei einer Kontoüberprüfung feststellt, dass der Preis eines Eurer Produkte an der (digitalen) Kasse höher ist als auf der Zielseite angegeben, erhaltet Ihr eine 28-tägige Warnung. Ihr solltet das Problem in dieser Zeit beheben. Andernfalls kann Euer Merchant Center gesperrt werden.

Microsoft Advertising – Februar Updates

Microsoft hat einige Updates und News für den Februar:

Upgrade des Offline Conversion Imports

Ab diesem Monat können die Umsatzwerte von Offline-Conversions aktualisiert oder die Conversions komplett gelöscht werden. Das ist eine spannende Funktion, wenn z. B. stornierte oder zurückgegebene Bestellungen berücksichtigt werden sollen.

Quelle: Microsoft

Außerdem hat Microsoft einen automatischen Upload für Offline Conversions eingerichtet. Ihr könnt den FTP- oder HTTPS-Speicherort der Offline Conversions hinterlegen und einfach Häufigkeit und Tageszeit für den regelmäßigen Upload einstellen.

Benutzerdefinierte Spalten überall verfügbar

Wie wir bereits in KW 50 berichteten, hat auch Microsoft benutzerdefinierte Spalten angekündigt. Mittlerweile soll das Feature überall verfügbar sein. Wir können es noch nicht in unseren Konten sehen, bleiben aber gespannt 🙂

Kampagnenübergreifende RSA Asset-Berichte

Ein weiteres Update bei Microsoft ist die Erweiterung der Responsive Search Ads Asset-Berichte. Über die Seite „Anzeigen und Erweiterungen“ könnt Ihr auf der Registerkarte „Ressourcen“ sehen, welche RSA Assets von wie vielen Anzeigen genutzt werden und wie diese performen. So könnt Ihr Eure Anzeigen mit den Erfolgstexten optimieren.

Ausbau dynamischer Suchanzeigen

Dass jetzt Keywordtargeting und dynamisches Targeting in Anzeigengruppen innerhalb einer Kampagne verfügbar sind, haben wir euch bereits in KW 45 berichtet. Nun ist dieser gemischte Kampagnentyp in weiteren Ländern und Märkten verfügbar. Eine komplette Auflistung findet Ihr hier.

Filter-Linkerweiterungen

Diese kreative Änderung haben wir Euch bereits letzte Woche vorgestellt. Mit einem Klick auf auf den für den Nutzer interessantesten Bereich der Filter-Linkerweiterungen setzt der Kunde direkt einen Filter auf die Zielseite.

Google Ads – Auto Applied Recommendations

Wie sollten wir mit Auto Applied Recommendations umgehen und welche Einstellungen im Partnerdashboard sind empfehlenswert? Das behandelt ein hervorragender Artikel von Chris Boggs bei SearchEngineLand. Der steht nicht in unseren Lesetipps – es ist ein Muss, ihn zu lesen 😉

Für alle, die sich mit Englisch nicht wohlfühlen, die (kurze) Empfehlungsliste:

  • Optimierte Anzeigenrotation verwenden
  • Redundante Keywords entfernen
  • Nicht zur Auslieferung verwendete Keywords entfernen
  • Zielgruppenberichte hinzufügen
  • Anzeigentext korrigieren

Für alle, die Zeit haben, automatisch erstellte Anzeigentexte manuell zu prüfen, könnte „Assets zu responsiven Suchanzeigen hinzufügen“ interessant sein. Die meisten Optionen traut der Experte der KI aber noch nicht zu.

Hinterlasst gerne eure Erfahrungen mit „AAR“ in den Kommentaren! Wir halten Euch mit unseren Tests auf dem Laufenden.

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Weitere Kurznachrichten

Google Quartalszahlen 4/2020

Die Google-Mutter Alphabet hat ihre Zahlen veröffentlicht und konnte im 4. Quartal 2020 bei Umsatz und Gewinn stark zulegen. Der Gesamtumsatz stieg auf 56,9 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum 4. Quartal 2019 ist er damit um mehr als zehn Milliarden Dollar gestiegen. Dabei steuert Google mit 46,8 Milliarden Dollar den größten Anteil bei. YouTube folgt mit 8 Milliarden Dollar.

Microsoft als Googles Nachfolger in Australien?

In Australien wird ein geplantes Mediengesetz heiß diskutiert. Der Entwurf sieht vor, dass große Digitalplattformen, wie Facebook und Google, den lokalen Medienhäusern Entgelte für die Nutzung von deren Inhalten zahlen sollen. Google drohte daraufhin mit einem Rückzug der Suchmaschine. Microsoft nutzt die Chance und unterstützt diesen Entwurf. Bing betrifft das Gesetz wegen des geringen Marktanteils aber auch (noch) nicht.

Google Shopping Label “Black-owned business”

Bereits im Juli 2020 hat Google in den USA in den Google My Business Einträgen das Label “Black-owned business” verfügbar gemacht. Grund ist das gestiegene Interesse und Suchvolumen der Nutzer. Nun steht das Feature auch für das Google Merchant Center und somit für Google Shopping Anzeigen zur Verfügung – aktuell allerdings nur in den USA.

Google Analytics ohne YouTube Daten

Seit Anfang Februar erfasst Google Analytics keine Daten aus YouTube-Kanalseiten mehr. Die Änderung kündigte Google nur minimal an. Daher vermuten wir, dass Content Creators bereits überwiegend YouTube Analytics für die Auswertung nutzen.

Lesetipps

Habt Ihr schon Discovery-Kampagnen ausprobiert? Die Kollegen von SEA Panda liefern euch einen umfangreichen Guide.

Werbung erstellen wie die Google Marketing Experten – drei Schritte direkt von Google

Was passiert eigentlich, wenn Ihr Euer Google Ads Attributionsmodell ändert? Eine spannende Zusammenfassung von Search Engine Journal.

Startet gut in eine produktive Woche, bleibt nicht im Schnee stecken und bleibt gesund! Wie lesen uns nächste Woche wieder.

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1 Kommentar. Leave new

  • Avatar
    Holger Schulz
    10. Februar 2021 15:34

    Für den Wegfall der modifiziert weitgehend passenden Keywords und den damit ggf. verbundenen Problemen gibt es jetzt ein Hotfix in Form eines kostenlosen Google Ads Scripts:
    internet-marketing-inside.de/Google-Ads-Scripts/Wortgruppen-aus-modifiziert-weitgehend-passenden-Keywords-erstellen.html

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