SEA News Woche 10/2022

Schön, dass Ihr Zeit findet für die SEA News der KW 10! Der Frühling steht vor der Tür und mit ihm neue Ad-Formate von Microsoft Advertising. Außerdem gibt es neue Google UTM Parameter und Enhanced Conversions für Leads. Los geht’s!

Microsoft Advertising – Updates im März

Alles neu macht der – März? Microsoft legt kräftig vor mit einer Reihe von Updates und neuen Märkten für Advertising. Hier die wichtigsten Updates in Kürze:

Saisonale Anpassungen für Automatische Gebotsstrategien

Für Verkaufsaktionen, Saison-Hochs oder andere „ungewöhnliche“ Zeiten könnt Ihr bald saisonale Anpassungen an automatisierten Gebotsstrategien vornehmen. Das Tool wird laut Microsoft Ende März global ausgerollt. Die Einstellung wird im Menü oben unter Tools > Saisonale Anpassungen zu finden sein.
Damit lassen sich plötzliche Schwankungen von Ziel-ROAS oder Ziel-CPA für Search-, Shopping- und Displaykampagnen „ankündigen“. Der langfristige Lernprozess von Kampagnen bleibt damit unbeeinträchtigt.

Microsoft Advertising seasonality adjustment saisonale anpassungen
Verbesserungen beim Google Import

Auch an anderer Stelle zieht Microsoft mit Google gleich: Bilderweiterungen können jetzt für Such- und Audience-Kampagnen importiert werden. Die Bilder stehen dann in der Medienübersicht für andere Kampagnen zur Verfügung.

Außerdem kündigte Microsoft Vereinfachungen für den Import von Shopping-Kampagnen an. Dazu gehört ein besserer Prozess für das Anlegen des Merchant Centers mit Shop-Entwürfen.

Open Beta für Multi-Asset Audience Ads

Wer Interesse an Anzeigen mit bis zu 16 Bildern und 15 Titeln im Audience Netzwerk hat, kann sich für die Open Beta bei seinem Microsoft Ansprechpartner melden. Damit ist klar, dass auch Microsoft weiter an neuen responsiven Lösungen arbeitet. Wir werden es testen und halten Euch auf dem Laufenden!

Professional Service Ads (USA/CA)

In den USA und Kanada startet Microsoft mit Professional Service Ads. Sie funktionieren über eine Auktion für eine eigene Platzierung. Also losgelöst z. B. von Geboten für Text Ads. Für den Start ist ein eigener Feed nötig, der Kontaktdaten und Bilder von Servicemitarbeitern oder Sale-Verantwortlichen zur Verfügung stellt. Auch die Firmenstruktur, vom Hauptquartier bis zum Vertreter-Büro um die Ecke, kann dargestellt werden.
Gegenüber einfachen Text Ads spricht Microsoft von über 60% besserer Conversionrate. Kein Wunder, kommen die Nutzer doch direkt mit versierten Verkäufern in Kontakt.

Microsoft Advertising Professional Service Ads
Microsoft Ad Creator

Analog zu Google lassen sich bald auch in der Oberfläche von Microsoft Advertising Bilder von der eigenen Website ziehen und verbessern. Im Ad Creator kann man zuschneiden oder intelligente Filterfunktionen nutzen:

  • Hintergrundfarbe (undurchsichtig)
  • Unschärfe im Hintergrund
  • Designer Effects

Bisher ist das Tool noch in der Open Beta. Für einen Zugang könnt Ihr euch an Eure Microsoft Ansprechpartner wenden.

Microsoft Advertising Ad Creator Tool

Google Ads – Enhanced Conversions für Leads (jetzt offiziell)

Wie wir in den vergangenen SEA-News noch ohne offizielles Statement berichtet haben, erleichtert Google die Nutzung von Offline Conversions für Leads. Das gab das Unternehmen Anfang März bekannt. Mit einer ähnlichen Technik wie bei Enhanced Conversions werden zusätzliche Daten, z. B. Mailadressen, gewonnen. Das erfordere weniger Aufwand als für importierte Offline-Conversion. Die Analyse der Conversions in Bezug auf Kampagnen lässt sich dann über den Tagmanager oder Analytics aktivieren. Informationen zur Einrichtung bietet der Google Support.

Google Ads – Neue UTM-Parameter

Ohne weitere Ankündigung hat Google – wahrscheinlich mit Blick auf Analytics 4 – neue manuelle UTM-Parameter hinzugefügt. Mit den URL-Anhängseln wie, utm_term={keyword} können Informationen (hier das Keyword) in die URL übernommen und an Analytics weitergegeben werden.

Neu sind die UTM-Parameter für die Werte:

  • utm_source_platform für die Plattform, von der der User kam oder die er zuerst besucht hat
  • utm_creative_format um den Erfolg von Anzeigenformaten verfolgen zu können
  • utm_marketing_tactic für Eure Taktik-Kennzeichnungen

Mithilfe des Auto-Taggings lassen sich zwar mehr Daten weitergeben. Es ist aber nach wie vor nicht unüblich, zusätzlich manuelle Informationen mit aufzunehmen. Da sind mehr Optionen besser – frohes Tracken!

Google Business Profil – Verifikationen gegen Fake-Accounts

Im Kampf gegen Fake-Profile bei Google Business verschärft Google die Vorgaben für den Anmeldeprozess. Diese Maßnahme bekämpft auch falsche Standorte auf Google Maps. Zukünftig kann es vorkommen, dass Google Business für die Anmeldung mehrere Methoden fordert.
Wörtlich heißt es „We may require you to verify by more than one method“. Neben der klassischen Postkarte mit Code gibt es inzwischen aber vom Anruf bis zum Videocall zahlreiche Möglichkeiten.

Weitere Kurznachrichten

Werbebann in Russland

Die Sanktionen der Tech-Branche wegen der russischen Invasion in die Ukraine umfassen fast den gesamten Ad-Markt. Microsoft hat sämtliche (Ad-)Services in Russland eingestellt (LinkedIn, Microsoft Advertising, von Bing belieferte Suchmaschinen). Dagegen haben Google und Meta die Anzeigenausspielung unterbunden. Auch Apple (App Store), Twitter, Reddit und Snapchat führten einen Werbebann ein, berichtete SearchEngineLand.
Yandex arbeitet wie gehabt, während TikTok bisher Kanäle staatlicher Medien einschränkte.

Google Shopping – Filter für kleine Stores

Längere Zeit nach der Ankündigung hat Google im Shopping Tab eine Filterfunktion für kleine Geschäfte eingeführt. Wer nicht nur beim „großen A“ einkaufen, sondern kleine Unternehmer fördern möchte, findet hier die komplette Auswahl. Laut Barry Schwartz von Seoroundtable ist das Feature in den USA schon voll funktionsfähig ausgerollt. Wir sind gespannt, wann es offizielle Infos zu einem weltweiten Start gibt.

Google – AdWords API ohne App-Placementdaten

Das Ende der AdWords API rückt näher: Vor dem offiziellen Stop am 27. April werden mehr und mehr Funktionen abgeschaltet. Die Placementdaten für Apps werden seit Januar nicht mehr bedient, wie Google Ende Februar mitteilte. Es wird also höchste Zeit für den Umstieg auf die Google Ads API, die auch weiterhin alle App-Placementdaten bietet.

Lesetipps

Wo nach Fehlern suchen, wenn Google Shopping streikt? Diese Checkliste hilf weiter.

Durchschnittswerte für CPC und CPA nach Branche (zumindest für die USA) findet Ihr hier.

Wie Ihr euer Google Data Studio – Reporting auf das nächste Level hebt, zeigt euch SearchEngineLand.

Danke für Eure Aufmerksamkeit! Wir wünschen eine erfolgreiche und hoffentlich frühlingshafte Woche 😉

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