SEAcamp 2018 – Unser Recap

„Wir wollen keinen Vortrag von Google. Das würde das Niveau herunterziehen!“
Gelächter und jede Menge Beifall. Willkommen auf dem SEAcamp 2018! Allerdings fiel dieser Satz auf der Feedback-Runde. Spulen wir also mal zum Anfang zurück.

Kürung der witzigsten Suchanfragen

Trotz Championsleague-Abend in der Hotel Bar steht die adseed-Delegation pünktlich, munter und erwartungsvoll auf der Matte, bzw. im Friedrich Schiller Saal des Steigenberger Hotels. Eröffnungsveranstaltung des sechsten SEAcamps in Jena – Hurra!
Bei der Vorstellung der Sessions wird schnell klar, dass bei den bunt gemischten Themen wieder für jeden was dabei ist. Außerdem ein Novum: Es sind tatsächlich alle Speakerinnen und Speaker gekommen! Daher muss eine großzügige Abstellkammer als vierter (Ausweich-)Raum herhalten.

Während mittels Grübelscher Methode die Sessionplanung ermittelt wird, küren die Organisatoren die witzigsten Suchanfragen, welche vorher in ein geteiltes Google Doc eingetragen werden konnten. Auch wir reichten im Vorfeld ein paar kuriose Suchbegriffe ein, über die wir im Agenturalltag stolperten. Für einen Platz auf dem Siegertreppchen reichte es zwar nicht, „was hilft gegen weiße Zähne“ sorgte aber für jede Menge Lacher. „bundesregierung nacktkalender 2017“ kam leider nicht in die engere Auswahl.

Mittlerweile sind alle Sessions eingeteilt. Viele gute Themen bedeuten jedoch auch, dass Entscheidungen getroffen werden müssen. So holen wir uns noch einen Kaffee und teilen uns auf die einzelnen Räume auf, um möglichst viele Sessions mitnehmen zu können.

Spoiler: Wenn ihr eine detaillierte Wiedergabe aller Sessions haben wollt, müsst ihr woanders schauen. Wir geben hier eine kurze Auswahl dessen wieder, was wir dieses Jahr inhaltlich aus dem SEAcamp mitnehmen.

Jede Menge Input

Wichtiges Thema dieses Jahr mit großem Andrang (wie soll es auch anders sein): DSGVO von Rechtsanwalt Peter Hense. Nachdem er notwendige Maßnahmen und mögliche Folgen bei Nichtbeachtung erläutert, stellt ein Teilnehmer die Frage, wie er als Unternehmer damit umgeht. Die Antwort kommt prompt und erheitert den Saal: „Ich pfeif drauf!“

Auch wenn er dazu aufruft, Ruhe zu bewahren, so könnte es demnächst Änderungen bei AdWords geben, z.B. bei den Customer Match-Listen. Sobald dazu fundierte Aussagen getroffen werden können, erfahrt ihr es in unseren wöchentlichen SEA-News.

Parallel dazu berichtet Jennifer Bölitz über SEA Account Audits. Ein Thema, welches Agenturen sehr unterschiedlich angehen. Sehr interessant dabei auch die Top 10 Audit Fails:

Wir kommen gestärkt aus der Mittagspause und erfahren bei Lara Marie Massmann, dass man auch mit kostenlosen (Test-)Accounts bei einschlägigen Tools interessante Infos zur Wettbewerbsanalyse bekommt. Es muss nicht immer ein teures Abo sein!

In Thomas Gruhles Session zur Conversionrate-Optimierung (Landingpage-Optimierung) haben wir die Wahl zwischen Fragen stellen oder 5 Tipps für mehr Conversions erfahren. Natürlich sind alle heiß auf die Tipps, die wir euch nicht vorenthalten wollen:

  • Kommt den Nutzern mit Micro-Conversions entgegen! (z.B. 30 Tage kostenlos testen)
  • Hebt CTAs grafisch hervor! (Komplementärfarben)
  • Verzichtet auf Slider! (kognitiver Stress)
  • Kommuniziert eure Vorteile und schafft Vertrauen! (wichtigster Vorteil als erstes, zweitwichtigster als letztes)
  • Motiviert den Nutzer nicht zum Absprung! (Bsp: prominent platziertes Gutscheinfeld motiviert zum Gutschein googeln -> Absprunggefahr)

„Das letzte kommt zum Schluss!“, wie Cora Rothenbächer im siebten und letzten Sessionslot philosophiert. Tatsächlich können wir auch hier noch einiges zu B2B SEA mitnehmen. Sehr interessant ist auch der „Life-Hack“ von Eckart Backofen, Googles Anforderungen für das Offline Conversiontracking mittels Store Visits zu „umgehen“. Wer nicht genügend Standorte mit ausreichend hoher Besucherfrequenz (min. 400/Monat) zur Verfügung hat, ist per se von den Store Visits ausgeschlossen. Achja und 20.000 Anzeigenklicks im Monat sollen es auch noch sein.

Es sei denn, es werden einfach mehrere Unternehmen in einem MCC und kontoübergreifenden Conversiontracking zusammengeschlossen. Außerdem müssen alle Standorte in einem My Business Konto vorhanden sein und mit AdWords verknüpft werden. Einfacher Trick mit großer Wirkung: Somit kann auch ein einzelner Friseur mit 150 € AdWords-Budget von den Store Visits profitieren.

Vielen Dank Eckart für diesen interessanten Einblick!

Und schon sitzen wir wieder in der Feedbackrunde, das SEAcamp verging wie im Flug. Bis auf einen „Ausrutscher“ bei den Sessions (Wie kann man überzeugt ein Tool präsentieren, das erst seit 2 Wochen Daten sammelt?) haben wir viele gute und sehr gute Vorträge gesehen. Die Veranstalter ziehen ebenfalls ein durchaus positives Fazit: „Gutes Publikum, keine Schlägereien bisher!“
Auch wenn wir nicht an der Auswärts-Abendveranstaltung teilnehmen, gehen wir mal davon aus, dass das so bleibt. Nach ein paar leckeren Getränken und interessanten Gesprächen (liebe Grüße an Shopping24 😉 ) fahren wir zufrieden, schlauer und ein paar Kilo schwerer (Habt ihr auch so viel gegessen?) wieder gen Leipzig.

Vielen Dank allen Veranstaltern und Sponsoren! Wir freuen uns schon auf Hannover!

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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Großartige Zusammenfassung! Vielen Dank auch für die Gespräche! Euer Blog ist wirklich toll.

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  • Avatar
    Christopher
    27. April 2018 22:02

    Hi Timon,
    Danke für den Top-Recap. Wir haben das dumpfe Gefühl, dass sich der „Ausrutscher“ auf Judith’s bzw. unseren DIY Query Automation-Vortrag von norisk bezieht ;-).

    Nur zu Eurem Verständnis: Der Ansatz versucht, einen Best Practice zu beschleunigen, nämlich das Einbuchen historisch konvertierender Queries. Wir haben das Modell ein knappes Jahr mit Daten aus n Accounts (paar Mio Klicks) geschliffen und sind seit 2 Wochen produktiv. Wir führen nur das fort, was viele SEAs seit Jahren manuell machen. Wenn ihr einen Proof-of-Concept für diesen Best Practice im automatisierten Stil braucht: Schaut Euch Amazon an, die machen genau das. Falls wir sonst Kritikpunkte übersehen haben, gerne her damit.

    Ansonsten sehen wir uns vielleicht in Hannover – wir werden wieder vortragen (meine Wenigkeit) und hoffen Euch dann nicht zu enttäuschen 🙂

    Antworten
    • Timon Ulbrich
      Timon Ulbrich
      2. Mai 2018 10:16

      Hallo Christopher,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Gerne hören wir uns auch deinen Vortrag in Hannover an. Falls er sich ums selbe Thema dreht, habt ihr dann ja schon etwas mehr Erfahrungen sammeln können.
      Ich werde nicht persönlich dort sein, aber vielleicht kommt ja ein Erfahrungsaustausch mit den Kollegen zustande. 😉

      Viele Grüße
      Timon

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