SEA News Woche 26/2019

Shopping Kampagnen, inklusive Smart Shopping, stehen in dieser Ausgabe klar im Fokus. In der letzten Woche konnten wir einige wichtige Erkenntnisse im Google Universum sammeln. Des Weiteren testet Google wieder fleißig Anzeigenformate, macht die lang angekündigte Zielgruppen-Keywords Migration wahr und auch Microsoft ist mit Neuigkeiten vertreten. Viel Spaß beim Lesen der SEA News!

Google Shopping Zielseitenauswertung ab sofort möglich

Die Auswertung der Google Ads Shopping Kampagnen ist um ein Feature reicher. Ihr habt nun die Möglichkeit, euch die Landingpage-Daten anzuschauen und auszuwerten. Bereits aus dem Suchnetzwerk bekannt, hat die Funktion nun auch ihren Weg ins Shopping-Universum gefunden. Unter dem Reiter Zielseiten gelangt ihr zu besagtem Feature. Dieses könnt ihr dann sowohl auf Kampagnen- als auch auf Anzeigengruppenebene abrufen. Die Zielseitenauswertung umfasst wichtige Metriken wie z.B. Klicks, Impressions, CTR, CPC und Conversiondaten. Unter dem Reiter wird euch ebenfalls die mobile Geschwindigkeit angezeigt. Das verschafft Euch nochmals die Möglichkeit eure Zielseiten anhand der Seitenladegeschwindigkeit zu evaluieren. Im Generellen ist der Mehrwert der Zielseiten-Auswertung eher bescheiden. Da gibt es doch durchaus sinnvollere Reiter! Aber abwarten, da kommt noch was…

Eine weitere Erkenntnis ist, dass Ihr ebenfalls für die Smart Shopping Kampagnen eine Zielseiten-Auswertung erhaltet. Auffällig war, dass Google nicht nur produktspezifische Seiten auspielte. So wurden in unserem Beispiel die Startseite der Shops über die Anzeigen angesteuert. Das ist mal wieder höchst fragwürdig, denn natürlich gab es hier nur Ausgaben und keine Conversions. Wer hätte das gedacht?

Da fragt man sich natürlich: Welches Produkt wurde denn überhaupt ausgespielt und was hat hier getriggert? Wir vermuten, dass es sich um ein gewisses Fallback System im Display Netzwerk handelt, welches die Start-URL nutzt. Das lassen zumindest die Impressions vermuten. Naja also mal schnell beim Support nachgefragt. Und tatsächlich spielen Smart Shopping Kampagnen ebenfalls produktUNspezifische Anzeigen im Display Netzwerk aus. Diese werden erst gar nicht von einem Produkt getriggert sondern anderweitig (willkürlich?) gestreut.

Wir finden das unterirdisch. Google bezieht sich stets auf die Relevanz und hält alle Werbetreibende an, diese bestmöglich zu schaffen. Doch sobald es in die „smarte Blackbox“ geht, ist scheinbar vieles alles erlaubt. Ebenfalls geht der Sinn der Smart Shopping Kampagne teils verloren, da für Display Traffic auf die Startseite eigentlich die Display Kampagnen dienen sollen.

Da fragt man sich schon manchmal, was hier dahinter steckt…

Smart Shopping – Display Placements einsehen

Eine weitere Erkenntnis, die wir (aber auch unsere Kollegen von Bloofusion) in den letzten Tagen gewonnen haben, dreht sich ebenfalls um Smart Shopping. So habt Ihr die Möglichkeit die Display Placements, die über Smart Shopping Kampagnen ausgespielt wurden, einzusehen. Das ist natürlich sehr spannend! Wie findet ihr die Auswertung: Unter „Berichte“>“Vordefinierte Berichte“>“Display/Video“>“Automatische Placements“ ist die Ansicht verfügbar. Diese müsst Ihr nur noch nach Shopping filtern und schwups seht Ihr Smart Shopping Display Placements.

Und dann macht Ihr mal lieber die Augen zu – Da sind spaßige Placements wie Gaming Apps, sinnfreie YouTube Videos/Kanäle und fragwürdige Websites enthalten. Auch ist nicht erkennbar, auf welcher Grundlage die Display Ads ausgespielt wurden. Die Kampagnen-Ausschlüsse direkt in der Kampagne zu setzen ist natürlich gesperrt. Man ist also machtlos und kann sich über die wildesten Placements freuen. Oder etwa doch nicht!?

Da haben wir natürlich bei Google nachgehakt. Und siehe da, es ist sogar möglich Ausschlüsse für Smart Shopping zu setzten. Laut Google hat Euer Google Ansprechpartner die Autorisierung dies zu veranlassen. Das Ganze würde dann aber auf Account-Level hinterlegt, also dann für alle Kampagnen gelten.

Da scheint die Blackbox sich doch schneibar etwas zu öffnen. Fraglich ob ganz freiwillig?

Das werden wir natürlich ausgiebig in Anspruch nehmen.

Google löscht automatisch Display Targetings

Google macht es nun doch wahr und löscht seit letzter Woche, leider ganz ohne Vorankündigung, Display-Targetings. Im speziellen geht es hierbei um Zielgruppen-Keywords. Konnte man bislang Interessengruppen moderiert durch Keywords anlegen, werden dies automatisch gelöscht und die Keywords in eine benutzerdefinierte Zielgruppe mit gemeinsamer Absicht migriert. Zugegebener Maßen war es lang angekündigt, doch bislang nichts spürbar.

Was negativ dabei aufstößt ist die automatische Umstrukturierung. Denn in unserem Falle wurde lediglich eine rudimentäre Costumer Intent Gruppe, bestehend aus einem Keyword, erstellt. Der Höhepunkt ist dann der Bid. Gerade mal 0,01€. Da muss man sich an den Kopf fassen. Klar das dann der Traffic automatisch einbricht.

Das ist schade, denn Google selber verweist auf die bessere Performance. Was zu beweisen wäre.

Wir sind gespannt was Ihr darüber berichtet.

Microsoft Ads – Paralleles Tracking

Kommen wir mal wieder zur Kategorie, wenn einer was vor macht macht der andere es nach. Oder wie in unserem Falle Microsoft Advertising erhält endlich paralleles Tracking. Wer sich erinnert, Google rollte bereits im letzten Herbst die Lösung für schnellere Ladezeiten von Third Party Tracking Nutzern aus. Damals erst im Suchnetzwerk, dann im Mai diesen Jahres auch für Display. Da ist ja Microsoft mal gar nicht so spät dran. Aktuell ist es zwar noch eine Beta aber wird in Kürze auf alle Accounts ausgerollt.

Quelle: Microsoft Advertising

Nochmal eine kurze Zusammenfassung zum parallelen Tracking:

  • Trennung von Tracking und Seitenaufruf
  • Das Tracking erfolgt parallel im Hintergrund
  • Ladezeiten der aufgerufenen Seite verbessert sich
  • Eher interessant für Third-Party-Tool Nutzer

Karussell Ads für Mobile Suche im Test bei Google

Google lässt sich doch immer wieder was einfallen. So testest der Internetriese gerade Karussel Text Anzeigen im mobilen Bereich. Also Anzeigen, die nicht untereinander stehen sondern durch seitliches wischen erscheinen. Interessant! Bei Bildern können wir uns das ja noch vorstellen. Aber bei Anzeigen? Wie im Post erkennbar, steht der Anzeigenrang 1 über allem. Die weiteren Ränge sind weniger präsent im unteren Bereich verankert und wischbar. Das ist schon etwas seltsam. Da werden dann wohl vermutlich Platz zwei, drei, vier etc. im Anzeigenrang eine untergeordnete Rolle spielen. Denn fraglich ist, ob der User dann Lust und Zeit hat durch die Anzeigen zu „swipen“ bzw. diese überhaupt noch aktiv wahrnimmt. Was nämlich auch auffällt ist, dass es sich hier um stark verkürzte Anzeigentexte handelt.

Passend dazu soll ja die durchschnittliche Anzeigenposition wegfallen, das würde ins Reporting gut reinpassen.

Da hoffen wir mal, dass die Anzeigen nicht ankommen und Google dies lediglich testet. Ansonsten können wir uns auf recht harte Zeiten einstellen.

PS: Um mal noch was positives zu nennen: Die organischen Ergebnisse rücken wieder mehr in den Fokus.

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Wie gefährlich ist Facebooks Kryptowährung? – Handelsblatt berichtet! 

Unsere Social Ads News für den Juni für Euch zum Lesen.

Search Engine Land fasst euch nochmal alle wichtigen Updates für lokale Kampagnen zusammen.

Da haben wir doch so einiges in der letzten Woche gelernt. Auch nochmal danke an den Google Support für die Untersützung und Eure Geduld. Dann, für alle einen super Start in den Juli.

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